Samstag, 10. März 2007

Bunkernutzung

siehe auch: ....ein Vorschlag des Pfaffenhofener Künstlers Manfred Habl (bekannt durch die Aktion um den "goldenen Stadttresor") ein: Als "Think Tank", also als abhörsicherer Raum für Seminare usw., könnte der Betonkoloss seines Erachtens genutzt werden......http://www.donaukurier.de/news/pfaffenhofen/art600,1625366.html




Ideen zur Bunkernutzung

Wie im Anang beschrieben ist ein „Think Tank“ ein abhörsicherer Raum in dem Gespräche ohne Störungen stattfinden.
Was ist besser geeignet als ein Bunker. Die Atmosphäre die zwangsläufig auf den Hormonhaushalt wirkt ist hervorragend zum Denken geeignet.
(weitere Ausführungen auf Wunsch)
Der Bunker so wie er jetzt ist reicht, mehr würde seine Einzigartigkeit in der Welt verändern.
Die Infrastruktur auf der Erdoberfläche ist vorhanden, so würde einem Testlauf (Seminar o.ä.) nichts im Wege stehen.
Die Vorstellung ein Arbeitsmeeting (3 Tage) im Bunker zu verbringen ist genial und
auch ohne Themenvorgabe ein Abenteuer.
Aus eigene Erfahrung sprich „ERLEBEN“ erzeugt sich der größte Nutzen.

Manfred Habl 8.März.2007


ANHANG THINK THANKS

DANIEL F LORIAN
ist Gründer des Think Tank
Directory, eines Online-
Branchenverzeichnisses
deutscher Denkfabriken.

Beitrag von Daniel Florian, dflorian@thinktankdirectory.org


Alle Bundestagsparteien haben einen, BMW hat einen, Madonna hat einen:
Think Tanks haben sich in den letzten 15 Jahren zu einer Mode entwickelt,
die es schwierig macht, zu erklären, was ein Think Tank – im Deutschen oft
auch als „Denkfabrik“ bezeichnet – eigentlich ist. In der Politikwissenschaft
gelten Think Tanks als regierungsunabhängige, gemeinnützige Forschungsinstitute,
die Lösungsvorschläge für die Politik entwickeln und an die politischen
Entscheidungsträger vermitteln. Der Begriff stammt aus dem Zweiten
Weltkrieg und bezeichnet ursprünglich einen abhörsicheren Raum, in dem
Strategien und Taktiken geplant wurden. Inzwischen gilt „Think Tank“ als
Synonym für einen Raum für neue und unkonventionelle Ideen, der eben
auch für die BMW Car IT, eine Tochter des Autoherstellers BMW oder für Madonnas
Tanztruppe benutzt wird.
Geschichte
Think Tanks entstanden in den USA im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert
als Unternehmensstiftungen der großen amerikanischen Industriebosse
und Philanthropen und prägten schnell das politische, aber auch soziale und
kulturelle Leben der Vereinigten Staaten. In Europa hatten es Think Tanks
schwerer. Die Formulierung politischer Programme und die Analyse gesellschaftlicher
Problemlagen wurde und wird in Europa vor allen Dingen durch
politische Parteien übernommen, die in den USA verhältnismäßig schwach
sind.
In den 1970er Jahren veränderte sich die Think-Tank-Landschaft in den USA
grundsätzlich, als mit der Heritage Foundation die ersten großen ideologischen
Think Tanks aufkamen. Die konservative Heritage Foundation steckt
einen großen Teil ihrer Mittel in Marketing und schafft es dadurch, einen
großen Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen. Die „konservative
Wende“ unter Präsident Reagan ist vor allen Dingen auf die Arbeit der Heritage
Foundation zurückzuführen.
In Deutschland entstanden die ersten Think Tanks Anfang des 20. Jahrhunderts.
Die älteste auch heute noch existierende Denkfabrik ist das 1914 gegründete
Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Auch die Parteistiftungen gehörten
zu den ersten Think Tanks, allen voran die 1925 gegründete Friedrich
Ebert-Stiftung. In Deutschland spielt allerdings staatliche Förderung eine
wichtigere Rolle als in den USA. Privat finanzierte und operativ arbeitende
Institute sind selten, die bekannteste Ausnahme ist die Gütersloher Bertelsmann
Stiftung. Auch die anderen Unternehmensstiftungen fördern inzwischen
immer weniger und führen mehr Projekte in Eigenregie durch. Damit
existieren insgesamt rund 150 Denkfabriken in der Bundesrepublik.
Wer, wie, was? Das Aufgabenspektrum der Denkfabriken
Think Tanks leisten einen wichtigen Beitrag zur Politik, indem sie neues
Wissen und neue Ideen generieren und an politische Entscheidungsträger
und zunehmend auch Verbände oder Wirtschaftsunternehmen vermitteln.
Durch die Organisation von Seminaren und Konferenzen bieten sie außerdem
einen Ort für den Austausch unterschiedlicher Interessen. Last but not
least bieten Think Tanks einen Pool gut ausgebildeter Experten, die zwischen
Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wechseln und damit die unterschiedlichen
Systeme um neue Ideen bereichern.
Letzteres ist in Deutschland jedoch nur sehr schwach ausgeprägt. In den USA
dagegen werden manchmal halbe Regierungen aus den Büros der Denkfabriken
rekrutiert. Dabei ist dieser „Drehtür-Effekt“ – das Wechseln zwischen
den verschiedenen Systemen – eine der wichtigsten Funktionen von Think
Tanks. Das Vor-Denken von konkreten politischen Programmen jenseits von
Wahlkämpfen und Legislaturperioden ermöglicht es, langfristige und globale
Probleme wie den Klimawandel oder die Ausbreitung von Infektionskrankheiten
frühzeitig zu erkennen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Politische
Instanzen haben kaum Anreize, sich diesen Problemen zu widmen, weil
konkrete Erfolge nur schwer nachzuweisen sind und Ergebnisse sich nur
langfristig zeigen. Think Tanks können hier einen entscheidenden Beitrag
leisten.
Politik- oder Gesellschaftsberatung?
Diese besondere Form der Beratung, die langfristig auf das Gemeinwohl ausgerichtet
ist, ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von Think Tanks im
Vergleich zu kommerziellen Beratungsunternehmen sowie Unternehmensoder
Politikberatern, die oft lediglich Gutachten schreiben und Auftragsforschung
betreiben und dabei größere gesellschaftliche Zusammenhänge außer
Acht lassen. Die Unabhängigkeit der Think Tanks ist das größte Pfund
der Denkfabriken. Immer öfter werden sie deswegen auch von Unternehmen,
Verbänden oder Nichtregierungsorganisationen nachgefragt – auch, weil
Think Tanks nicht im sprichwörtlichen „Elfenbeinturm“ sitzen.
Das Themenspektrum der Denkfabriken ist breit gefächert. Auch wenn es
eine Dominanz von außen- und wirtschaftspolitischen Think Tanks gibt –
gerade kleine Institute suchen sich bevorzugt Nischen, in denen sie dann besonders
brillieren können. So gibt es kaum ein Politikfeld, in dem Think
Tanks nicht aktiv sind. Im Bereich der Kulturpolitik sind neben der Bertels-
mann Stiftung etwa das Bonner Zentrum für Kulturforschung oder das erst
2005 gegründete Institut für Medien- und Kommunikationspolitik hervorzuheben.
Mit neuen Formen des Managements, der Aufbereitung und des Marketings
haben Think Tanks in den letzten 10 Jahren ihre Angebotspalette enorm erweitert.
Viele Mitarbeiter in den deutschen Denkfabriken sind heute nicht
nur Wissenschaftler, sondern auch Journalisten, Berater, Unternehmer und
Marketingfachleute in eigener Sache. Das zeigt sich auch in der Nachfrage
nach Think Tanks, die nie so groß war wie heute. Und das nicht nur bei
BMW, sondern auch in der Bundesregierung.
Weiter Informationen: http://www.thinktankdirectory.org

Starke Marken im Kulturbetrieb
Immer stärker setzt sich auch in
Deutschland die Erkenntnis durch,
dass ein engagiertes Kulturmarketing
(über-) lebensnotwendig für die öffentlichen
Kultureinrichtungen ist. In der
Wirtschaft ist es längst Allgemeingut,
dass starke Marken Voraussetzung
sind, um im globalen Wettbewerbsdruck
standhalten zu können.
Doch kann es Markenbildung auch im
Kunst- und Kulturbetrieb geben? Die
Beiträge gehen dieser Frage nach und
bearbeiten neben einer grundlegenden
Hinführung zum Thema die Fragen
„Kulturberichterstattung und Markenbildung“,
„Marken und Sponsoring“, „Die Marke ‚Kulturhauptstadt Europas‘
“ und „Kulturinstitutionen als starke Marken“.


Wie man sich Freunde
schafft
Abschlussdokumentation des Symposiums zu Förder- und Freundeskreisen
in der Kultur vom 19. Januar 2007 in Berlin
Das zweite Symposium zum Thema Förder- und Freundeskreise in der Kultur
fand am 19. Januar 2007 unter dem Motto „Wie man sich Freunde schafft…“ –
Das Verhältnis von Freundeskreisen und ihren Institutionen in der Berliner
Staatsbibliothek statt. Die von der Stiftung Zukunft Berlin und dem Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft im BDI initiierte Veranstaltung befasste sich
mit dem oft nicht einfachen Verhältnis zwischen Freundeskreisen und ihren
Kulturinstitutionen sowie der notwendigen Professionalisierung der Förderund
Freundeskreise.
Bericht von Sarah Brabender, Dirk Heinze, Stefanie Kaniuth u. Wigbert Böll
Fazit und Perspektiven
Auch 2007 nahmen wie im Vorjahr mehr als 200 Gäste aus ganz Deutschland
am Symposium teil, was beweist, dass nach wie vor großes Interesse an der
Thematik besteht und das Bedürfnis nach Austausch und Diskussion nicht
nachgelassen hat.
Die wichtigsten Herausforderungen, die die Kulturfördervereine in Deutschland
derzeit bewältigen müssen, bestehen darin, das vorhandene Potenzial
auszuschöpfen, ihren wachsenden Einfluss auf die Kulturinstitutionen auszubalancieren
und hierfür sowohl professionelle Arbeitsmethoden als auch
ein ausgeglichenes Verhältnis zu den jeweiligen Kulturinstitutionen herauszubilden.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Bewältigung dieser
Herausforderungen ist, dass der Staat attraktive steuerrechtliche Spielräume
für Spenden und Sponsoringmittel schafft.
In diesem Sinne ging es beim diesjährigen Symposium in erster Linie um drei
Aspekte:
1. Professionelle Arbeitsmethoden
2. Formen der Zusammenarbeit
3. Rahmenbedingungen
Aspekte
1. Professionelle Arbeitsmethoden
Immer wieder wurde während des Symposiums darauf hingewiesen, dass es
im Kulturbereich an Managementstrukturen sowie an professionellen
Marketingmodellen fehle. In diesem Zusammenhang wurde gefordert, dass
auch in Förder- und Freundeskreisen ausgebildete Führungskräfte Strategien
und Lösungskonzepte entwickeln müssten, um auf den Rückgang öffentlicher
Mittel im Kulturbereich reagieren zu können (so Dr. Eberhard von Koerber,
Eberhard von Koerber AG und Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung Berliner
Philharmoniker, in seiner Keynote). Eine Zielpräzisierung – dem Mission
Statement im Marketingprozess entsprechend – wurde mehrfach als ausschlaggebend
für den Erfolg der Arbeit von Förder- und Freundeskreisen genannt.
Zudem sollte die Zielpräzisierung in enger Absprache mit den jeweiligen
Kulturinstitutionen formuliert werden, um sicherzustellen, dass sich die
Zielvorstellungen der Partner vereinbaren lassen und Synergieeffekte in der
Ausführung aller Maßnahmen geschaffen werden können.
Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz,
brachte diesen Aspekt in seiner Keynote zur Sprache: „Mit gutem Willen
und Enthusiasmus ist es nicht getan. Enthusiasmus ist meist nur übertriebene
Hoffnung – und die trägt nicht. Der Förderverein muss über eine
eindeutige Befähigung zur Durchführung gemeinsamer Projekte mit seiner
zu fördernden Institution verfügen und er muss einen überzeugenden Organisationsgrad
aufweisen.“ Von verschiedenen Seiten wurde im Zuge dieser
Diskussion deutlich gemacht, dass professionelle Arbeitsmethoden in der
Regel nur mit Hilfe bezahlter Arbeitskräfte realisiert werden könnten. Der
gesteigerte finanzielle Aufwand für neue Stellen könne langfristig durch zusätzliche
Einnahmen aus Fundraising-Aktivitäten und höheren Mitgliederzahlen
ausgeglichen werden.
Ein Schwerpunkt konkreter Wege zur Professionalisierung von Förder- und
Freundeskreisen betraf mögliche Maßnahmen zur Mitgliederwerbung und
-bindung sowie die Akquisition externer Geldgeber. Dr."Eberhard von Koerber,
Eberhard von Koerber AG und Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung Berliner
Philharmoniker, stellte in diesem Zusammenhang die Maxime auf,
„Friendraising“ komme vor Fundraising. Er wies zudem darauf hin, dass das
gegenseitige Kennenlernen der Geförderten und Förderer sehr wichtig sei.
Prof. Dr. Angela Koch, Professorin für Kulturmanagement im Studiengang
Betriebswirtschaft der Hochschule Heilbronn, stellte die Bedeutung einer
systematischen Zielgruppenanalyse heraus. Die Notwendigkeit einer professionellen
Evaluation einzelner Maßnahmen erläuterte Dr. Gabriele Minz,
Leiterin von young.euro.classic.
Fasst man die Ergebnisse der Diskussion um die Professionalisierung der Kulturfördervereine
zusammen, lässt sich folgendes Marketingmodell entwickeln:
Nr. 5 • März 2007 38
www.kulturmanagement.net
… Symposium Freundeskreise
KM – der Monat: Konferenzen & Tagungen
Keynote des Präsidenten
der Stiftung Preußischer
Kulturbesitz
Mögliche Maßnahmen
zur Mitgliederwerbung
und -bindung
Marketingmodell

1 Kommentar:

René Krüger hat gesagt…

Die Idee ist so genial und naheliegend, dass bisher noch niemand sonst darauf kam!
Mein Glückwunsch.

René Krüger,
Berlin